Eanos-x 052, X05 und Köf beschriften

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30 Mai 2018 21:12 - 30 Mai 2018 21:36 #38 by Grossbahn
Eanos-x 052, X05 und Köf beschriften was created by Grossbahn
Ich habe mich mal an die Fahrzeugbeschriftung rangewagt.
Die Decals habe ich mir von Andreas Nothaft machen lassen.
Ich habe mir Schriftzüge wie "Hafenbahn Rowisund", "Wagen xxx" und das Hafenbahnlogo "HR" in DIN 1451 Engschrift anfertigen lassen. Die Loknummern gibt es von Schnellenkamp.
Erfahrungen habe ich ehrlich gesagt keine - habe nur ein bisschen drüber gelesen.
Tja, was soll ich machen - hab einfach mal angefangen. Schriftzug mit Minischere und Skalpel ausgeschnitten, den Streifen in Wasser getaucht - etwas weichen lassen,
einen Tropfen Decal Fix auf den vorher gesäuberten Untergrund, dann den Schriftzug vorsichtig dahin geschoben wo er sein soll, mit einem Pinseln angedrückt und ausgerichtet, dann einen Tropfen Weichmacher auf den Schriftzug.

Jetzt ist der Schriftzug ganz schön schrumpelig geworden, gelesen habe ich, dass man sich da keine Sorgen machen soll, das soll sich wieder glatt ziehen, wenn alles trocknet.


Zwischenzeitlich kam zum Glück der neue "Modell Eisen Bahner" nebst Beilage "Modellbahn Schule" - so hatte das Ganze etwas Zeit zum Abtrocknen.
Entweder lese ich zu schnell oder das mit dem Weichmacher ist großer Mist.
Nachdem ich die beiden Hefte durch hatte bin ich bei der anderen Seite beigegangen.
Diesmal ohne Weichmacher - nur Decal Fix drunter - und siehe da, hat super geklapt, der Decalträger schmiegt sich auch ohne Weichmacher sehr gut an - die Trägerfolie kaum sichtbar.

Ich denke, ich habe auf ebenen Flächen das erste und auch letzte Mal Weichmacher benutzt.
Bleibt zu hoffen, dass sich die "Schrumpelungen" der Trägerfolie durch die vollständige Austrocknung glattziehen - sonst kann ich den ersten Schriftzug noch mal neu machen.

Hier die andere Seite ohne Weichmacher.


Fazit: jetzt habe ich wieder was gelernt, die erste Seite habe ich komplett noch mal gemacht, das vorhandene Decal mit der Loknummer hatte sich duch den verlaufenen Weichmacher auch angelöst - konnte ich auch noch mal machen.
Auf ebenen Flächen ist der Weichmacher nicht notwendig.
Zwei Schriftzüge Lehrgeld - zum Glück habe ich ausreichend machen lassen.

So, wenn das jetzt durchgetrocknet ist, dann kommt da noch Klarlack Matt drüber, bzw. die ganze Lok bekommt noch eine Mattlackbehandlung.

Als nächstes werde ich mir die Wagen und den Container vornehmen.







Wenn die Decals abgetrocknet sind kommt da noch Mattlack rüber, dann sieht man auch bei speziellem Lichteinfall die Trägerfolie nicht mehr.
Bei der Köf ist das gut gelungen, man muss schon sehr dicht rangehen um zu erkennen, das dies Decals sind.
Die kleinen Decalelemente im schwarzen Beschriftungsfeld vom Eanos sind echt eine derbe fummelei gewesen - wenn es getrocknet ist dann geht es am Eanos ja noch weiter, dann kommen da noch die Zahlen rein - oh mann - ich werd wohl einen "Köhm" reinkippen müssen damit die Hand ruhiger wird. ;)

An die Sicherheit wurde natürlich auch gedacht und die entsprechenden Warnschilder am Aufstieg angebracht.


Jetzt habe ich die kleinen Zahlen da rauf gefummelt - einige Zahlen, wie die 60000 mußte ich aus einzelnen Zahlen zusammenstellen - oh man - hab mich kaum getraut zu atmen - dann mit einem Haar vom Pinsel so hingeschoben wie es soll.
Dolle Fummelei - wie schön sind doch fertige Schriftzüge.

Hier noch im nassen Zustand.



Erläuterungen zur Beschriftung.
Bei der Hafenbahn Rowisund gilt folgendes:
Im Beschriftungsfeld oben links im weißen Kasten steht die maximale Zuladung auf Hafenbahngleisen, oben Mitte die zur Verfügung stehende Ladefläche, oben Rechts der Privatbahnname.
Unten links die obere Zahl ist das Wagenleergewicht in kg, die untere Zahl das Bremsgewicht der Hand- bzw. Feststellbremse, daneben die zur Verfügung stehende Ladelänge, dann die Wagenlänge über Puffer, unten Links drei Felder für Informationen der Ladelogistik.
Die Wagennummer befindet sich unter dem Privatbahnnamen oder bei angebrachten Bahnlogo unter diesem.

Wenn bei von anderen Bahnverwaltungen übernommenen Wagen die Beschriftung noch leserlich ist und dem hier genannten ungefähr entspricht, wird sie weiterverwendet.

Als Versiegelung nehme den normalen Acryl - Mattlack von Vallejo oder Revell - da greift nichts an. Mit Glanzlack sollte man vorsichtig sein, da sieht man nachher, weil es so glänzt, die Kanten von der Decalfolie und jede andere Unebenheit - bei Mattlack wird das gut kaschiert.
Und ganz zum Schluss, nach den Mattlackbehandlungen, kommt da noch ein leichtes Abdunkelungswashing drüber - damit die Beschriftungen nicht so schneeweiß leuchten.

Noch ein Hinweis zum Arbeiten mit Revellfarben, da sollte man wissen, dass es von Revell verschiedene Farbarten (nicht Farbtöne gemeint) gibt. Ich verwende z.B. von Revell nur die wasserverdünnbaren Acrylfarben, das sind die in den würfelförmigen Kunststoffbehältern. Mit den Revellfarben in den kleinen Metalldosen habe ich keine Erfahrung. Diese haben eine andere Lösemittelbasis.
Auch die Farben von Vallejo sind auf Wasserbasis und völlig gefahrlos auf allen Kunststoffen einzusetzen.
Allerdings muss man mit Farben auf Wasserbasis sehr aufpassen, wenn man saugende Untergründe hat wie Pappe, Holz und MDF, das kann wegen dem Wasseranteil quellen und sich verziehen, hier ist eine Grundierung mit Tiefengrund notwendig.

Wichtig bei Farbarbeiten, egal mit welchem Farbtyp, jede Farbschicht ausreichend austrocknen lassen, bei Acrylfarben mind. 12 Stunden.
Ebenso aufgebrachte Decals sollten einen Tag austrocknen, bevor man eine Lackschicht oder weitere Decals aufbringt.

Das Ergebnis gefällt mir.




Das Problem bei der Hafenbahn war ja, dass sie sich zusammen mit dem Hafen 1990 selbstständig gemacht hat und somit die Reichsbahn nicht mehr zur Verfügung stand.
Die DR und die DB sind hier nur noch hin- und wieder mal Gast auf der Hafenbahn, wenn sie eine Transportleistung direkt ab Hafen übernommen haben.
Daher mußten schnell billige Fahrzeuge her - da wurde dann nicht auf Aussehen geachtet sondern sie mußten nur technisch in Ordnung sein, ggf. wurden sie von der Hafenbahnwerkstatt so weit hergericht, dass sie betriebssicher sind.

Da ja die Hafenbahn auch den Hafen selber betreibt, hat sie zu gewährleisten, dass die Schiffe ohne Standzeiten be- und entladen werden.
Es kann vorkommen, dass ein Transportkunde nicht rechtzeitig zur Schiffsankunft Fahrzeuge zum Transport bereitstellt, da muss dann die Hafenbahn reagieren und das Transportgut erst mal auf Hafenbahnfahrzeuge zwischenlagern oder mit den Hafenbahnfahrzeugen zum Kunden liefern.

MfG Frank

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